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Daniela Kessler - Head HSE Supplier Assurance and Risk
«Es geht hier nicht um uns (Novartis) und die anderen (unsere Lieferanten). Es geht darum, was wir gemeinsam bewirken können. Wir betrachten es als unsere Aufgabe, den Wandel hin zu mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu beschleunigen.»

Der Kampf gegen den Klimawandel kann gelegentlich ideologisch wirken, weil manche Aktivisten auf Moralismus bauen, um ihre Gegner unter Druck zu setzen und ihnen ihre Ansichten aufzuzwingen. Wieder andere verlassen sich gar auf eine Kultur der Ausgrenzung, um Gegner zum Schweigen zu bringen. Der eigentliche Kampf gegen die Erderwärmung wird jedoch in der Wissenschaft und Technik ausgetragen. Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten mit Hochdruck daran, neue Lösungen zu entwickeln, mit denen sich unsere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen reduzieren lässt, die in den meisten Branchen noch immer allgegenwärtig ist.

Bei Novartis ist man schon lange bemüht, klimafreundlicher zu werden, sei es beim Bau energieeffizienter Labor- und Bürogebäude, beim Wasserverbrauch in der Medikamentenproduktion oder in Sachen Abhängigkeit von giftigen Stoffen auf Mineralölbasis in Forschungslabors. Eine neue Generation von Wissenschaftlern setzt sich dafür ein, das Klima zu schützen und mitzuhelfen, dass das Unternehmen seine ehrgeizigen Umweltziele erreicht.

Ihre Ambitionen sind weder idealistisch noch vom falschen Ehrgeiz geprägt, unreflektiert gesetzliche Vorschriften einzuhalten. Alle ihre Ziele lassen sich auf einen streng wissenschaftlichen Ansatz zurückführen: Sie gründen auf dem Wissen, dass wir nur dann den Klimawandel und die steigenden Temperaturen zu stoppen vermögen, wenn wir wegweisende Lösungen finden, mit denen sich unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren lässt, die seit 200 Jahren die Basis unserer Wirtschaft darstellen.

Es geht hier nicht darum, vorhandene Prozesse bloss zu optimieren, sondern vollständig neue Prozesse zu entwickeln, die echte Nachhaltigkeit ermöglichen. Fabrice Gallou und Thierry Schlama beispielsweise arbeiten an einer neuen Art von Chemie und Biologie. Diese sollen die Pharma- und die Chemiebranche darin unterstützen, den Einsatz mineralölbasierter Lösungsmittel zu reduzieren und Tonnen toxischer Materialien einzusparen, die für die Produktion von Medikamenten noch immer nötig sind. 

Andere, wie etwa Yves Steffen und seine Kolleginnen und Kollegen, befassen sich damit, wie Medikamente ohne den Einsatz von PVC verpackt werden können. Dies ist keine einfache Aufgabe. PVC ist trotz seiner offensichtlich umweltschädlichen Nebeneffekte ein ideales Material für den Vertrieb von Medikamenten. Deshalb wird es sehr schwierig sein, eine Alternative zu entwickeln, die vergleichbare Eigenschaften aufweist und als PVC-Ersatz geeignet ist. Steffen und seine Mitarbeitenden sind jedoch bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Dabei gilt es zwangsläufig, knifflige Aufgaben zu bewältigen. Ohne innovativ zu sein, schaffen wir es nicht, den Klimawandel zum Stillstand zu bringen und die gefährliche Erderwärmung zu stoppen, die Millionen von Menschen ihrer Lebensgrundlage berauben könnte. Einfach so weiterzumachen wie bisher, ist keine Option. Wenn es sich die Welt zum Ziel setzt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, müssen Wissenschaftler und Ingenieure quasi die Uhr zurückdrehen und industrielle Prozesse ganz neu erfinden – und zwar auf nachhaltige Weise.

Für die Wissenschaftler bei Novartis ist dies nicht nur ein hehres Ziel, sondern ein absolutes Muss.

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Vier persönliche Ansichten im Umgang mit dem Klimawandel.