Live. Magazine

Ansicht der Ausstellungsgestaltung über die keltischen Funde.

Travels in medicine
Keltische Wurzeln.

Allan, Eileen, Gwyneth – sie sind noch auf dem Campus, die Kelten

Zwischen 170 und 150 v. Chr. liessen sich Kelten auf dem Areal des heutigen Novartis Campus nieder, nicht unweit des Novartis Pavillon. Sie schufen eine Niederlassung für mehrere Hundert Menschen, die rasch zu einem regional bedeutenden Handelsplatz wurde. Allerdings gaben sie die offene Niederlassung keine 80 Jahre später zugunsten eines durch massive Wälle und Gräben geschützten Oppidums auf dem heutigen Münsterhügel auf. Was war geschehen?

Text von Patrick Tschan, Fotos von Adriano A. Biondo.

Fuhren wir drei Buben, eingepfercht auf der Rückbank von Vaters schmalem Alfa Romeo GTV 1750 bei den Gaskesseln am Voltaplatz vorbei, schlossen wir vorher jeweils Wetten ab, wie hoch die Kessel an dem Tag sein würden: ganz oben, in der Mitte oder ganz unten? «Das ist wegen des Drucks, damit das Gas in die Häuser verteilt werden kann. Und übrigens: Unter den Kesseln liegen viele Knochen von Kelten.» – «Wer waren die Kelten?» – «Lest Cäsar, De bello Gallico, Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam qui ipsorum lingua Celtae, nostra Galli appellantur›», lachte Vater, liess den Motor aufheulen und wir flogen über die Dreirosenbrücke hinweg.

Julius Cäsar nannte in seinem Gallischen Krieg «die sich selbst als Kelten bezeichnenden Völker» linksufrig vom Rhein «Gallier». Dabei handelte es sich aber nicht nur um Gallier, wie wir sie aus Asterix & Obelix kennen, sondern die Kelten waren eine Gruppe von in Sprache, Religion, Mythologie, Kunst und Kultur sowie teils genetisch verwandten Völkerschaften, deren Siedlungsgebiete sich von den Britischen Inseln über Spanien, Frankreich, Mitteleuropa bis nach Anatolien erstreckten. Schriftliche Zeugnisse hinterliessen sie fast keine. Unser Wissen über sie stammt aus archäologischen Funden und den Beschrieben hauptsächlich römischer Geschichtsschreiber.

Die Kelten trieben über ein weitverzweigtes Strassennetz Handel mit den damals bekannten Völkern, etwa den Griechen, Etruskern oder Römern. Sie hatten im Gegensatz zu den Römern, Ägyptern und Griechen keinen Staatsbegriff, sondern lebten in Clans, die von hochrangigen Persönlichkeiten angeführt wurden. Entsprechend reich ausgestattet waren deren Gräber, die sogenannten Fürstengräber, wie man sie hauptsächlich aus der ersten Keltenperiode der Hallstattzeit, etwa 750 bis 450 v. Chr., kennt.

In jener Zeit gründeten sie auch Städte und Burganlagen wie beispielsweise die Heuneburg am Oberlauf der Donau mit bis zu 5000 Einwohnern. Städte waren aber eher die Ausnahme als die Regel. Weiler und Dörfer bildeten die üblichen Siedlungsformen, die nach mehreren Generationen zugunsten eines neuen, geeigneten Ortes wieder aufgegeben wurden.

Touristen vor einer Ausgrabungsstätte.

Eine Gruppe von Touristen vor einer Ausgrabungsstätte.

Die Siedlung «Basel-Gasfabrik»

«Es war kein ungewöhnlicher Vorgang, dass die Kelten Siedlungen nach einer gewissen Zeit aufgaben», erklärt Norbert Spichtig, stellvertretender Kantonsarchäologe Basel-Stadt, Grabungsleiter der Keltensiedlung «Basel-Gasfabrik», wie die Fundstellen beim Novartis Campus offiziell heissen. «Die Menschen damals waren nicht in dem Sinne sesshaft, wie wir dies seit dem Mittelalter kennen. «Der Bau der Niederlassung zwischen 180 und 160 v. Chr. folgte einem Plan. Alle Häuser wurden gleich ausgerichtet, kleine Gräben trennten wie bei modernen Parzellen die Wohneinheiten und den dazu gehörenden Umschwung», erklärt Spichtig, der seit rund dreissig Jahren mit der archäologischen Stätte vertraut ist. «Die Fundstellen verteilen sich auf eine Fläche von gut 150 000 Quadratmeter, eine fast schon städtische Dimension für die damalige Zeit.» Die Siedlung beim Novartis Campus verfügte weder über Schutzmauern noch Wehrgräben oder Palisaden, sie war ein offener, sicherer Ort.

Ein paar Tage nach seinem Zitieren aus Cäsars Werk drückte Vater jedem von uns einen Asterix-Band in die Hand. «Hier, lernt was über die Kelten», sagte er. «So als Einstieg für De bello Gallico.»

«Die archäologischen Funde legen nahe, dass die Menschen beim Campus hauptsächlich vom Handel und von ihrer Handwerkskunst lebten. Fibeln, Schmuck, Glas, Bernstein, Keramik, Amphoren, Alltagsgegenstände oder Werkzeuge zeugen von einer regen und weitläufigen Handelstätigkeit», sagt Spichtig. Die Forscher gehen denn auch von einem regionalen Handelszentrum aus, lag es doch an einem Knotenpunkt der Fernhandelsachse Rhone–Saône–Doubs–Burgunderpforte–Rhein, wofür unter anderem unzählige Weinamphoren aus Italien sprechen. Gefunden wurden auch Hunderte von Münzen, die den Handel erleichtert haben dürften. Sie stammen sowohl aus dem Mittelmeerraum wie möglicherweise aus einer eigenen Münzstätte.

Die Kelten hatten eine hoch entwickelte Töpferkultur.

Eine wieder zusammengesetzte keltische Keramikvase.

Für die Transporte wurde auf die Flusswege sowie auf das gut ausgebaute Strassennetz zurückgegriffen, das die rund 200 Keltenstämme und die Völker des Mittelmeerraums miteinander verband. «Es ist anzunehmen, dass die Siedlung die nähere Region mit Importware wie Rohglas, Bernstein, Wein, getrockneten Früchten, Schmuck und anderen Luxusgütern versorgte, derweil sie Eisenwaren, Waffen, Werkzeuge, Kriegsgefangene als Sklaven, verarbeitete Wolle oder auch Feinkeramik exportierte. Es gab zahlreiche spezialisierte Handwerksbetriebe. Davon zeugen mehrere Töpferöfen, in denen in grossem Stil Feinkeramik gebrannt wurde, und es konnte auch der Nachweis von Eisenschmieden und Buntmetallgiessereien erbracht werden», geht Norbert Spichtig auf die regionale Bedeutung der Siedlung ein.

Gefunden wurden die unzähligen Objekte mehrheitlich in über 500 Gruben. Die Kelten nutzten sie als Getreidesilos, Keller oder Werkplatz. Wurden sie nicht mehr gebraucht, verfüllte man sie mit Aushubmaterial, Abbruchschutt und Siedlungsabfall. Alle Gruben enthalten umfangreiches Fundmaterial wie Gefässscherben, Münzen, Schmuck, Werkzeuge sowie Tier-, aber auch Menschenknochen.

Ein antiker Becher.

Eine wieder zusammengesetzte keltische Keramik.

Eine lange Grabungsgeschichte

«Kaum wurde irgendwo auf dem Areal ein Gebäude abgerissen oder ein Aushub begonnen, spannten sich am anderen Tag bereits weisse Zelte darüber», berichtet Felix Räber, Novartis-Sprecher am Anfang der 2000er-Jahre. Als der Campus geplant wurde, wusste man um die keltische Siedlung, waren doch die Arbeiter 1911 beim Bau eines weiteren Gaskessels auf mehrere Gruben gestossen, deren lehmige Verfüllung auffällig viel Asche, Knochen und Scherben enthielt. Der damals zuständige Archäologe Karl Stehlin erkannte die Bedeutung des Fundes sofort, so dass nach und nach die systematische Erforschung des Geländes begann.

«Es war eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Archäologischen Bodenforschung und es war natürlich enorm spannend: Fast täglich wurden neue Funde gemacht, einmal wurde gar ein ganzer, tonnenschwerer Block ausgehoben. Die Archäologen hielten regelmässig Vorträge zu den Funden, an denen auch unsere Mitarbeiter teilnehmen konnten», schaut Felix Räber auf die Entstehungsphase des Campus zurück. «Als die Grube mit den Menschenknochen gefunden wurde, stürzte sich gleich die Boulevardpresse darauf. Den Kelten wurde ja nachgesagt, sie hätten ihren Göttern auch Menschenopfer dargebracht. Die Kombination «Novartis/Menschenopfer» war für den Blick ein gefundenes Fressen», lacht Felix Räber. Warum die Menschenknochen in einer klaren Anordnung in eine Grube verfüllt wurden, liess sich allerdings bis heute nicht klären.
Da in den 1970er-Jahren die Funde der Keltensiedlung nicht zugängig waren, schleppte uns Vater in die römischen Ruinen von Augusta Raurica, zeigte uns das Theater, Wasserleitungen, die Fussbodenheizungen der Häuser und liess vor unseren Augen gestenreich den römischen Alltag auferstehen. Seither muss ich jeden antiken Stein kehren.

Archivschrank mit 3 Schubladen, in denen die archäologischen Funde aufbewahrt werden.
Archivschublade mit archäologischen Fundstücken.

Ordnung bewahren.

Jedes einzelne Fragment eröffnet einen Blick in die Vergangenheit.

«Zum Glück war Novartis ausgesprochen kooperativ, sonst hätten wir niemals derart viele Fundstücke in einer vernünftigen Zeit sichern können», sagt Norbert Spichtig. Ausgegraben wurden insgesamt weit über eine Million Artefakte. Ausgewertet sind noch lange nicht alle. Daher konnten viele ihre Geschichte nicht erzählen, wie beispielsweise die Knochenscheibe, die als Deckel geflochtener Körbe für den Transport von getrockneten Feigen und Aprikosen aus dem Mittelmeerraum benutzt wurde.

Umzug in eine «Festung»

Man kann sich gut vorstellen, dass die Frage, ob und wann die Siedlung zugunsten einer besser geschützten Lage aufgegeben werden sollte, unter den Basler Kelten zwischen 100 und 90 v. Chr. heftig diskutiert wurde. Schliesslich lebte man hier am Rheinufer seit gut drei, vier Generationen in Frieden. Die Kinder konnten unbeaufsichtigt herumtollen, das Vieh hatte Auslauf, der Rhein führte genug Fische und man hatte sich als bedeutender Handelsplatz sowie als Zentrum gehobener Handwerkskunst etabliert. Also warum auf den Felssporn, den heutigen Münsterhügel, ziehen? Das Leben dort oben würde nur beschwerlicher werden. Man würde alles hinaufschleppen müssen.

«Die Funde hören beim Campus um 100 bis 90 v. Chr. auf», sagt Johannes Wimmer, Archäologe und Spezialist für Fibeln und Chronologie bei der Archäologischen Bodenforschung Basel-Stadt. Johannes Wimmer hat unzählige Gasfabrik-Fibeln, eisenzeitliche «Sicherheitsnadeln», welche die Kleider zusammenhielten, untersucht und mit Fibeln anderer Fundorte aus den Jahren 150 bis 30 v. Chr. verglichen. «Die Fibeln waren gleichzeitig Gebrauchsgegenstand und Schmuckstück. Sie waren wie der heutige Schmuck Moden unterworfen. Ändernde Moden erlauben im Rückblick eine zeitliche Einordnung, mit der man ein Zeitraster für eine gewisse Epoche einer Region erhält. Für die Gasfabrik-Siedlung kann man daher mit grosser Wahrscheinlichkeit bestimmen, dass sie zwischen 100 und 90 v. Chr. verlassen wurde», erläutert Johannes Wimmer diese Datierungsmethode.

Aufgegeben wurde die Siedlung zugunsten eines Oppidums, einer befestigten burgähnlichen Anlage, die auf dem Sporn des heutigen Münsterhügels gebaut wurde. Das keltische Oppidum sicherte eine imposante Mauer.

Der Basler «Murus Gallicus», wie Cäsar diese Wehranlagen nannte, war ein etwa 6 Meter hoher und 12 Meter dicker Wall aus einem mit Eisennägeln verbundenen und mit Steinen und Erde stabilisierten Holzgerüst. Davor lag ein ungefähr 25 Meter breiter und 8 Meter tiefer Graben. Graben und Wall schützten den Landweg auf den Münsterhügel, auf den anderen Seiten gab es den natürlichen Schutz durch die abfallenden steilen Böschungen zum Rhein und zum Birsig.

«Cäsar war hier, hier in Basel. Er hat die Mauer gesehen. Er hat hier die Germanen über den Rhein getrieben, lest endlich De bello Gallico», sagte Vater, als wir auf dem Münsterhügel spazieren gingen. «Und geht einer von euch hier ins Gymnasium, wird er den Cäsar in Latein lesen.» Nun, keiner von uns dreien hat Cäsar in Latein gelesen, und Cäsar war auch nie in Basel.

«Wir gehen davon aus, dass sich die 180 Meter lange Mauer und die Gräben in ein bis zwei Jahren fertigstellen liessen, je nach eingesetzten Arbeitskräften. Häuser waren ja auch noch zu bauen, und wahrscheinlich wurde im St. Alban ein neuer Hafen angelegt. Man kann davon ausgehen, dass eine gründliche Planung dem vielleicht drei bis fünfjährigen Bauvorhaben vorausgegangen war», führt Johannes Wimmer aus. Warum aber die offene Siedlung beim Novartis Campus gegen eine massive Wehranlage aufgegeben wurde, verraten möglicherweise die historischen Geschehnisse.

Norbert Spichtig (rechts), stellvertretender Kantonsarchäologe von Basel-Stadt.

Norbert Spichtig und ein weiterer Mann stehen in einem Gewölbebogen.

Die Wirren der Zeit

Den Basler Kelten müssen über ein Jahrzehnt so beunruhigende Nachrichten zugetragen worden sein, dass sie sich dazu entschlossen, eine gewaltige Schutzburg zu bauen. Ein Unternehmen, das über Jahre hohe Ressourcen an Arbeitskräften, Geld und Material binden würde. Aber aufgrund welcher Bedrohungslage kam dieser Entschluss zustande, nachdem man es ein halbes Jahrhundert lang nicht für nötig befunden hatte, Menschen, Häuser, Vieh, Hab und Gut mit Wehrbauten zu schützen?

«Die Kelten von hier waren keine Helvetier, das waren Rauriker», dozierte Vater, als wir mit Grossvater im legendären «Popote» am Voltaplatz zu Mittag assen. «Wir sind Rauriker, gemischt mit Römern, international ausgerichtet, das merkt man uns Baslern heute noch an. Schreibt euch das hinter die Ohren, Buben.»

Die Expansion der Römer war am Oberrhein noch keine Gefahr. Dass die unterschiedlichen Keltenstämme in Gallien sich gegenseitig die Köpfe einschlugen, war auch nichts Neues. Aufmerksam gelauscht haben dürften die Basler Kelten hingegen den Schilderungen von der anderen Seite des Rheins, von den Germanen. Drei germanische Stämme – Kimbern, Teutonen und Ambronen – zogen von Jütland, Dänemark, Richtung Südosten nach Mähren und in das heutige Österreich, wo sie in der Schlacht bei Noreia (Kärnten/Steiermark) 113 v. Chr. die Römer besiegten. Die laut antiken Quellen rund dreihunderttausend Menschen wanderten danach weiter nach Westen. Über das Schweizer Mittelland drangen sie in das römische Südfrankreich ein, wo sie die Römer bei Agen schlagen konnten. Sie marschierten weiter über die Pyrenäen bis nach Nordspanien, kehrten um und zogen über Nordostfrankreich bis ins heutige Luxemburg. Dort teilten sie sich in zwei Züge von je etwa 150 000 Menschen auf. Der eine Zug ging nach Südfrankreich, wo er bei Aix-en-Provence 102 v. Chr. von den Römern vernichtend geschlagen wurde. Der andere Treck ereilte 101 v. Chr. bei Vercelli im Piemont das gleiche Schicksal.

Aber da gab es noch die Helvetier, gleich hinter dem Jura. Unruhige Zeitgenossen, die sich um 110 v. Chr. dem Germanenzug nach Südfrankreich anschlossen. Bei der Schlacht von Agen hatten sie einen wesentlichen Anteil am Sieg über die Römer. Cäsar wird sich 50 Jahre später daran erinnern: Er stellte sie im Juli 58 v. Chr. bei Bibracte unweit von Autun, als sie erneut nach Süden ziehen wollten, schlug sie vernichtend und schickte sie wieder zurück. Cäsar wollte die Helvetier und die Rauriker, zu denen auch die Basler Kelten zählten, als Puffer zwischen den rechtsrheinischen Germanenstämmen und den römischen Gebieten installieren. Doch mit den Germanen war noch nicht Schluss. Cäsar verschob seine Truppen aus dem Burgund ins heutige Elsass, wo er den Germanenführer Ariovist – der in den Gebieten keltisch-gallischer Stämme, die mit den Römern verbündet waren, plünderte und brandschatzte – bei Mulhouse besiegte und die Germanen für die nächsten paar Hundert Jahre wieder über den Rhein zurückwarf.

Imperium Romanum

In dieser Zeit übernahmen die Römer das Oppidum auf dem Münsterhügel. Cäsars Vertrauter Lucius Munatius Plancus gründete 43 v. Chr. eine römische Kolonie, die aber erst unter Augustus ab etwa 15 v. Chr. in Augusta Raurica verwirklicht werden konnte, dem heutigen Augst. Der Münsterhügel spielte schon sehr bald nur noch eine marginale Rolle, da Augusta Raurica sich rasch zu einer Stadt mit 15 000 Einwohnern entwickelte. Dahin zogen auch keltische Einheimische vom Münsterhügel sowie aus der näheren Umgebung und wurden mit der Zeit zu Römern.

«Das lässt sich gut nachvollziehen», sagt Barbara Pfäffli, Archäologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Römerstadt Augusta Raurica. «Ein Grossteil der durch Inschriften nachgewiesenen Personen von Augusta Raurica trugen keltischstämmige Namen. Diese finden wir zum Beispiel auf Weihinschriften, die eine Bitte, einen Dank oder ein Gelübde an eine Gottheit richten, oder auch auf Grabsteinen. Mit ihren Namen zeigten sie den Stolz auf ihre keltischen Wurzeln und gaben so die Erinnerung daran weiter.» Ist es nicht noch heute so, dass die zweite, dritte oder vierte Generation von Einwanderern oft Namen tragen, die typisch für ihre Herkunftsländer sind? Manchmal sind diese Namen tatsächlich keltischen Ursprungs, etwa Meryl, Lynne, Gwyneth, Eileen, Allan, Bran, Arthur oder Fynn. Namen, die auch einige Mitarbeitende auf dem Novartis Campus tragen dürften – Namen, die vielleicht einige der Menschen trugen, die am selben Ort vor über 2200 Jahren siedelten.

Mein Vater hiess übrigens Urs zum Vornamen. «Ursus, der Bär, ein typisch römischer Name», behauptete er.